Page 77 - 2026-06_11_seniorenwegweiser lh 2026
P. 77
1. Erdbesta�ung Angehörige haben keinen festen
(Sargbesta�ung) Friedhofsort.
Klassische und älteste Besta�ungs-
form. Der Verstorbene wird in einem 4. Baumbesta�ung /
Sarg in der Erde beigesetzt. Waldbesta�ung (z. B. Friedwald
Typische Varianten: oder Ruheforst)
• Reihengrab (ein Platz, fest Die Asche wird am Fuß eines Baumes Vollmachten, Vorsorge
vorgegeben) im Wald beigesetzt.
• Wahlgrab (frei wählbar, o� Merkmale:
Familiengrab) • naturnahe Alterna�ve
• Rasengrab / pflegefreies Grab • Grabpflege en�ällt
Rahmenbedingungen: • meist nur kleine Namensschilder
• Beisetzung muss in NRW meist
Solche Anlagen sind rechtlich als
innerhalb von 10 Tagen erfolgen.
Friedhof oder Sonderbesta�ungsflä-
• Grabruhe meist 20 - 30 Jahre. che zugelassen.
2. Feuerbesta�ung 5. Anonyme Besta�ung
(Einäscherung mit Urne) Der Verstorbene wird ohne individu-
Hier wird der Verstorbene einge- elles Grab oder Grabstein beigesetzt.
äschert und die Asche in einer Urne Typisch:
beigesetzt. • gemeinsames Gräberfeld
Mögliche Urnenorte: • genaue Grabstelle nicht markiert
• Urnengrab auf dem Friedhof • Häufig finanziell güns�ger und
• Urnenwand / Kolumbarium ohne Pflegeaufwand
• Gemeinscha�sgrab
• anonymes Urnengrab Weitere Sonderformen, die teil-
Diese Form ist inzwischen die häufigs- weise angeboten werden:
te Besta�ungsart in Deutschland.
• Kolumbarium (Urnenwand im Ge
bäude)
3. Seebesta�ung • Ascheverstreuung auf speziellen
Die Asche wird in einer speziellen Friedhofsflächen (wenn
wasserlöslichen Urne im Meer beige- gewünscht und erlaubt)
setzt. • Gemeinscha�sgräber /
Wich�g: Themengräberfelder
• Nur nach Einäscherung möglich Nicht erlaubt in NRW:
• Meist in Nord- oder Ostsee • Urne zu Hause au�ewahren
• Zeremonie auf einem Schiff • Besta�ung im eigenen Garten
• Das Grab ist symbolisch – • freie Verstreuung der Asche
77

